Am 10 Oktober 2010 wurden die Niederländischen Antillen aufgelöst. Nach der Neuordnung sind Curacao und St. Maarten eigenständige Länder innerhalb des Königsreichs der Niederlande. Die Inseln Bonaire, Saba und St. Eustatius sind besondere Gemeinden der Niederlande.
Die ehemaligen Niederländischen Antillen bestanden aus zwei Inselgruppen im Karibischen Meer. Die sogenannten Inseln unter dem Winde sind der Küste Venezuelas vorgelagert und umfassen die Inseln Curacao und Bonaire. Zur zweiten Gruppe, den Insel über dem Winde, gehören Saint Martin, Saint Eustatius und Saba.
Die ehemalige Hauptstadt der Niederländischen Antillen ist Willemstad auf Curacao, hier leben knapp 60 % der Einwohner von den 5 Inseln. Neben dem Tourismus tragen die Erdölraffinerien auf Curacao zu einem großen Teil zum Wohlstand der Bevölkerung bei. Die Niederländischen Antillen waren früher auch unter dem Namen Niederländisch Westindien bekannt. Seit dem frühen 19. Jahrhundert gehören sie zu den Niederlanden. Vor den Holländern waren hatten die Spanier um 1500 die Inseln unter dem Winde besetzt.
Saba
Saba ist die kleinste bewohnte Insel der ehemaligen Niederländischen Antillen. Die Insel ist vulkanischen Ursprungs und besteht zum größten Teil aus dem Vulkan Mount Scenery. Der höchste Gipfel seiner vier Vulkankegel ragt 877 m in die Höhe und markiert damit die höchste Erhebung des Königreichs der Niederlande.
Obwohl Saba im Laufe der Kolonialzeit durch rücksichtslose Abholzung vollständig entwaldet wurde, hat sich in den folgenden Jahrhunderten ein artenreicher sekundärer Regenwald entwickelt, der durch etliche Wanderwege gut erschlossen ist. Gefährliche oder gar giftige Tiere gibt es nicht, die einzigen Schlangen, die auf Saba vorkommen, sind die harmlose und scheue Schwarznatter und die ebenfalls zu den Nattern gehörende, harmlose „Saba Racer“.
Von der Hauptstadt The Bottom führen 800 in den steilen Felsen gehauene Stufen hinunter zur Bucht Ladder Bay. Bis weit in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts hinein bestand die einzige Möglichkeit, die Insel zu betreten oder zu verlassen, in dem mühsamen Auf- bzw. Abstieg über diese Stufen, ebenso mussten alle importierten oder exportierten Güter auf diesem Weg transportiert werden.
Es gibt zwei Museen auf Saba; „The Major Osmar Ralph Simmons Museum in The Bottom“ stellt Alltagsgegenstände aus der Geschichte Sabas zur Schau. Das „Harry L. Johnson“ Museum in Windwardside ist im viktorianischen Stil eingerichtet und bietet unter anderem archäologische Exponate der karibischen Ureinwohner von Fundorten aus der Region.
St. Eustatius
St. Eustatius gehört, wie auch Saba und Sint Maarten, zu den Inseln über dem Winde. Die Hauptstadt von St. Eustatius ist Oranjestad (nicht zu verwechseln mit Oranjestad auf Aruba). Auf St. Eustatius selbst befindet sich im Südosten „The Quill“, ein erloschener Vulkan und im Nordosten liegt eine weniger hohe Hügelgruppe um den Boven Mountain. Der Großteil der Bevölkerung der Insel lebt in dem Tal zwischen den beiden Erhebungen.
„The Quill“ ist ein perfekt geformter, 609m hoher, schlafender Vulkan. Eine Wanderung in seinem üppigen tropischen Regenwald benötigt etwa 2.5 Stunden. Mit etwas Glück können Sie auf dem Weg Leguane beobachten, eine geschützte Spezies auf St Eustatius. Es gibt viele verschiedene Pfade auf der Insel, wie die landschaftlich schöne Wanderung rund um den Vulkan zum Botanischen Garten Miriam C. Schmidt.
Schliessen Sie sich einem eineinhalb-stündigen Rundgang durch den oberen Stadtteil mit seiner wunderschönen Festung inklusiv Kanonen und den unteren Stadtteil mit den Ruinen aus dem 18.Jahrhundert. Diese Tour ermöglicht es Ihnen, die turbulente Geschichte der Insel kennenzulernen. Das Museum für Geschichte liegt in der Stadt und gibt einen Einblick in die Geschichte der Insel und der Karibik im Allgemeinen.
Entdecken Sie die herrlichen Strände von St Eustatius mit dem typisch vulkanischen Sand: geniessen Sie das Schwimmen am Oranje Strand, oder die Szenerie an der Zeelandia Bucht, ein langer wilder Strand auf der Atlantischen Seite, wo das Schwimmen strikt untersagt ist.
Am 16. November ist der Statia Day, der Nationalfeiertag der Insel. In der Woche vor dem Feiertag finden viele Veranstaltungen u.a. mit Live Musik statt.
Klima
Auf den ehemaligen Niederländischen Antillen herrscht ein tropisch trockenes Klima mit ganzjährig hohen Temperaturen bei nordöstlichen Passatwinden. In der Zeit von Mitte August bis Ende Oktober können in der Region tropische Wirbelstürme, so genannte Hurrikans, auftreten. Die Wassertemperatur Auf St. Eustatius liegen zwischen 26° und 30°, je nach Saison. Saba hat durchgängige Wassertemperaturen von 27°C bis 29°C.